Die Margin ist die Sicherheitsleistung, mit der du mit Hebel handeln kannst. Sie wird nicht ausgegeben, sondern beiseitegelegt, solange eine Position offen ist. Zehren Verluste sie auf, kann der Broker per Margin Call Geld nachfordern oder Positionen automatisch schließen.
So wird sie berechnet
- Erforderliche Margin = Positionswert × Margin-Anforderung (zum Beispiel 3,33 % bei 30:1)
- Kapital (Equity) = Kontostand ± offener Gewinn oder Verlust
- Freie Margin = Kapital − genutzte Margin
- Margin-Level (%) = Kapital ÷ genutzte Margin × 100
Broker legen ein Margin-Call-Level und ein tieferes Stop-out-Level fest, oft als Prozentsatz des Margin-Levels. Die Schwellen variieren je nach Broker und Rechtsraum; prüfe die Bedingungen deiner eigenen Plattform.
Beispiel
Du hast ein Konto mit 5.000 $ und kaufst 1 Standard-Lot EUR/USD bei 1,1000, eine Position im Wert von 110.000 $. Bei 2 % Margin-Anforderung (50:1):
- Erforderliche Margin = 110.000 × 2 % = 2.200 $
- Freie Margin direkt nach dem Einstieg = 5.000 − 2.200 = 2.800 $
- Margin-Level = 5.000 ÷ 2.200 = etwa 227 %
Ein Pip ist bei einem Standard-Lot EUR/USD 10 $ wert. Fällt das Paar um 150 Pips, beträgt der offene Verlust 1.500 $, das Kapital sinkt auf 3.500 $ und das Margin-Level auf etwa 159 %. Bei rund 280 Pips gegen dich fiele das Kapital auf die 2.200 $ genutzte Margin, ein Margin-Level von 100 % – bei vielen Brokern die Schwelle für einen Margin Call.
Typische Fehler
- Freie Margin als überschüssiges Kapital betrachten. Die freie Margin ist der Puffer, der Verluste auffängt; füllst du sie mit neuen Trades, bleibt kein Spielraum.
- Margin mit Risiko verwechseln. Die Margin sagt dir, was gebunden ist; Stop-Abstand und Positionsgröße sagen dir, was du verlieren kannst.
- Korrelierte Positionen ignorieren. Mehrere Positionen auf verwandten Paaren binden Margin und bewegen sich gemeinsam, was den Drawdown beschleunigt.
- Das Stop-out-Level nicht kennen. Positionen können im ungünstigsten Moment geschlossen werden, wenn du nicht weißt, wo die Grenzen deines Brokers liegen.
Der Pip-Rechner und der Positionsgrößenrechner helfen, Trades zu bemessen, bevor die Margin zur Grenze wird.
Bildungsinhalt – keine Anlageberatung.
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